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KUNSTSTOFFTECHNIK · INSERT MOLDING · LSR-SPRITZGUSS

Kunststoff-Spritzguss für Steckverbinder und Leitungstechnik

Horizontal- und Vertikalspritzgießmaschinen mit Schließkräften von 40 bis 500 Tonnen. Verarbeitung technischer Thermoplaste und Hochleistungskunststoffe, LSR-Spritzguss sowie das prozesssichere Umspritzen von Einlegeteilen und konfektionierten Leitungen.

40 BIS 500 T SCHLIESSKRAFT
TECHNISCHE THERMOPLASTE UND HOCHLEISTUNGSKUNSTSTOFFE
LSR-SPRITZGUSS
INSERT MOLDING
KABELUMSPRITZUNG
ARBURG-MASCHINENPARK
SENSORÜBERWACHTE WERKZEUGE
BAUTEILBEZOGENE PROZESSRÜCKVERFOLGBARKEIT

Kunststoff als funktionaler Bestandteil der Verbindung

Bei einem umspritzten Steckverbinder übernimmt der Kunststoff weit mehr als eine reine Gehäusefunktion. Werkstoff, Bauteilgeometrie und Prozessführung beeinflussen die elektrische Isolation, Dichtheit, Zugentlastung, Maßhaltigkeit und Lebensdauer der gesamten Verbindung.

KE Elektronik verbindet Leitungsverarbeitung und Kunststoffspritzguss innerhalb einer durchgängigen Fertigungskette. Dadurch können Leitungen, Kontakte, Einlegeteile, Umspritzung und Prüfkonzept gezielt aufeinander abgestimmt werden. Schnittstellen werden reduziert und die Verantwortung bleibt vom Einlegeteil bis zur einbaufertigen Verbindungslösung bei KE Elektronik.

HIGHLIGHT

Insert Molding und Kabelumspritzung

Beim Umspritzen von Einlegeteilen werden Stanzgitter, Kontakte und vorkonfektionierte Leitungen direkt in das Spritzgießwerkzeug eingebracht und mit dem anwendungsspezifischen Kunststoff umspritzt.

Je nach Produkt übernimmt die Umspritzung mehrere Funktionen:

  • elektrische Isolation,
  • mechanischen Schutz,
  • Fixierung und Positionierung der Einlegeteile,
  • Zugentlastung,
  • Medien- und Längswasserdichtheit.

Die Auslegung und Validierung erfolgen entsprechend den jeweiligen Kunden-, Produkt- und Umgebungsanforderungen.

Automatisierter Kunststoffspritzguss für reproduzierbare Serienqualität

Der Maschinenpark umfasst Horizontal- und Vertikalspritzgießmaschinen mit Schließkräften von 40 bis 500 Tonnen. Je nach Produkt erfolgt das Einlegen, die Teileentnahme und die Weiterverarbeitung über automatisierte Handlingsysteme oder mehrachsige Robotersysteme.

Die Produktion erfolgt weltweit nach einheitlichen Fertigungsstandards auf ARBURG-Spritzgießmaschinen. Bauteilrelevante Prozessparameter werden während der Produktion überwacht. Bei besonders anspruchsvollen Anwendungen wird die maschinenseitige Prozessüberwachung durch werkzeugseitige Sensorik ergänzt.

Die relevanten Maschinen-, Werkzeug- und Prozessdaten werden bauteilbezogen gespeichert und rückverfolgbar dokumentiert. Dadurch können Prozessabweichungen frühzeitig erkannt, betroffene Bauteile eindeutig eingegrenzt und die Serienqualität langfristig abgesichert werden.

LSR-Spritzguss für Steckerdichtungen

Für elastische Dichtfunktionen verarbeitet KE Elektronik zweikomponentigen Flüssigsilikonkautschuk, kurz LSR für „Liquid Silicone Rubber“.

Je nach Produkt wird das LSR direkt an das Bauteil angespritzt oder zur Herstellung separater Steckerdichtungen verwendet. Dazu gehören auch Dichtelemente mit komplexen Rippengeometrien. Geometrie, Materialhärte und Verpressung werden auf den jeweiligen Einbauraum, die Gegenkontur sowie die Temperatur- und Medienanforderungen abgestimmt.

Damit bietet KE Elektronik sowohl das direkte Umspritzen von Bauteilen mit LSR als auch die Herstellung separat montierbarer LSR-Dichtungen.

HIGHLIGHT

Technische Thermo­plaste und Hochleistungs­kunststoffe

KE Elektronik verarbeitet ein breites Spektrum technischer Thermoplaste, Hochleistungskunststoffe und thermoplastischer Elastomere. Dazu gehören unverstärkte Werkstoffe ebenso wie gefüllte und faserverstärkte Compounds. Die Werkstoffauswahl erfolgt anwendungsbezogen nach den thermischen, mechanischen, elektrischen, chemischen und medienbezogenen Anforderungen des jeweiligen Bauteils. Die Qualität eines Spritzgussteils beginnt bereits beim eingesetzten Werkstoff. Materialgerechte Lagerung, Trocknung, Bereitstellung und Verarbeitung stellen sicher, dass die Kunststoffe unter definierten Bedingungen verarbeitet werden. Eingesetzte Materialchargen und relevante Prozessdaten werden dokumentiert und bauteilbezogen rückverfolgt.

Vom Werkzeugkonzept bis zur überwachten Serienfertigung

Anspritzposition, Füllverhalten, Nachdruck, Kühlung und Entformung beeinflussen die Maßhaltigkeit, Bauteilqualität und Zykluszeit. Bei der Entwicklung neuer Spritzgießwerkzeuge ist die Spritzgießsimulation bei KE Elektronik grundsätzlich Bestandteil der Werkzeugauslegung. Dabei werden unter anderem Füllverhalten, Bindenähte, mögliche Lufteinschlüsse, Druckverteilung, Schwindung und Verzug untersucht.

Je nach Aufgabenstellung werden zusätzlich Kühlung und Zykluszeit betrachtet. Die Simulationsergebnisse fließen vor der Werkzeugfreigabe in die Bauteil- und Werkzeugkonstruktion ein. Dadurch können fertigungstechnische Risiken frühzeitig erkannt und konstruktiv reduziert werden.

Automotive-gerechte Qualitätsabsicherung

Für Bemusterung und Serienfreigabe stellt KE Elektronik die erforderliche kundenspezifische Qualitätsdokumentation bereit. Dazu gehören je nach Projekt:

  • PPF- und PPAP-Unterlagen,
  • Erstmusterprüfberichte,
  • Maß- und Materialnachweise,
  • Prozessfähigkeitsnachweise,
  • IMDS-Dokumentationen,
  • bauteilbezogene Prozess- und Rückverfolgbarkeitsdaten,
  • anwendungsspezifische Dichtheitsprüfungen,
  • elektrische und mechanische Funktionsprüfungen.

So entsteht ein durchgängig abgestimmter und überwachter Prozess – von der Werkstoff- und Werkzeugauswahl bis zur einbaufertigen Verbindungslösung.

Kontakt

Sie entwickeln einen Auto­motive-Steck­verbinder, eine umspritzte Leitung oder eine LSR-Dichtung?

Unsere Kunststoff- und Prozessentwicklung begleitet Ihr Projekt von der Bauteilauslegung bis zur prozessüberwachten Serienfertigung.